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	<title>Ampel &#8211; Auf was warten wir?</title>
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		<title>Warum in Deutschland für fast alles ein Befähigungsnachweis benötigt wird – außer für Berufspolitiker</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jul 2024 10:01:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<a href="https://auf-was-warten-wir.de/warum-in-deutschland-fuer-fast-alles-ein-befaehigungsnachweis-benoetigt-wird-ausser-fuer-berufspolitiker/" title="Warum in Deutschland für fast alles ein Befähigungsnachweis benötigt wird – außer für Berufspolitiker" rel="nofollow"><img width="100" height="100" src="https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2024/07/bundestag-150x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="in fast jedem Beruf ist ein Befähigungsnachweis zwingend erforderlich." style="float: left; margin-right: 5px;" link_thumbnail="1" decoding="async" srcset="https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2024/07/bundestag-150x150.jpg 150w, https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2024/07/bundestag-300x300.jpg 300w, https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2024/07/bundestag-75x75.jpg 75w" sizes="(max-width: 100px) 100vw, 100px" /></a><p>Deutschland ist bekannt für seine Bürokratie und hohen Qualifikationsstandards. Ob Ärzte, Ingenieure oder Handwerker – in fast jedem Beruf ist ein Befähigungsnachweis zwingend erforderlich. Selbst ausländische Fachkräfte müssen oft umfangreiche Prüfungen und Anerkennungsverfahren durchlaufen. Ein Bereich bleibt jedoch auffällig unreguliert: die Berufspolitik. Warum benötigen Politiker keine vergleichbaren Nachweise, obwohl sie maßgeblich die Geschicke des Landes lenken? Der hohe Anspruch an berufliche Qualifikationen in Deutschland Der deutsche Arbeitsmarkt und das Bildungssystem legen großen Wert auf hohe Standards. Berufe wie Arzt oder Ingenieur erfordern nicht nur ein langes Studium, sondern auch umfangreiche praktische Erfahrungen. Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Berufserfahrungen ist ein komplexer und oft langwieriger Prozess. Ziel ist es, sicherzustellen, dass alle Fachkräfte in Deutschland die gleichen hohen Qualitätsstandards erfüllen. Dies ist besonders in der Medizin verständlich, wo die Qualifikation direkt die Gesundheit und das Leben der Menschen betrifft. Der Kontrast zur Berufspolitik Im Gegensatz dazu gibt es keine formalen Qualifikationsanforderungen für Politiker. Weder ein spezieller Bildungsweg noch eine bestimmte Berufserfahrung sind notwendig, um politische Ämter zu bekleiden. Dies führt dazu, dass Menschen, die weitreichende Entscheidungen über komplexe Sachverhalte treffen, möglicherweise nicht über die notwendigen Kenntnisse oder Erfahrungen verfügen. Beispiele aus der deutschen Spitzenpolitik Ein Blick auf die Lebensläufe einiger prominenter deutscher Politiker zeigt, dass viele von ihnen nicht die für andere Berufsgruppen geforderten formalen Qualifikationen und Berufserfahrungen vorweisen können. Laut einer Statistik haben 35 Abgeordnete oder 5,6 Prozent aller Parlamentarier des Bundestags ihr Studium abgebrochen. Viele Abgeordnete versuchen, ihren Studienabbruch in offiziellen Biografien zu verbergen, indem sie lediglich das Studium erwähnen, ohne einen Abschluss anzugeben. Kevin Kühnert (SPD): Kühnert brach sein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft ab und arbeitete in verschiedenen Positionen, bevor er 2019 stellvertretender SPD-Vorsitzender wurde. Seine politische Karriere begann hauptsächlich durch sein Engagement in der Jusos, der Jugendorganisation der SPD. Olaf Scholz (SPD) studierte Rechtswissenschaften in Hamburg und arbeitete als Rechtsanwalt. Zur Zeit Bundeskanzler. Katrin Göring-Eckardt: (Bündnis 90/Die Grünen): Sie begann ein Theologiestudium, brach dieses jedoch ab, um sich verstärkt der Politik zu widmen. Göring-Eckardt ist seit vielen Jahren in der Bundespolitik tätig und war unter anderem Präsidentin des Deutschen Bundestages. Christian Lindner (FDP): Lindner begann ein Studium der Politikwissenschaft, das er ebenfalls nicht abschloss. Er gründete mehrere Unternehmen und trat früh in die Politik ein. Heute ist er Bundesminister der Finanzen. Volker Wissing (FDP): Studium der Rechtswissenschaften, Zweites Juristisches Staatsexamen in Mainz. Bundesminister für Digitales und Verkehr. Omid Nouripour (Grüne): Nach seinem Studienabbruch arbeitete er in verschiedenen Jobs, darunter als Hotel-Aushilfe, Zeitungsausträger, Bücherverkäufer, Küchenhilfe, Kellner und Museumswärter Daniela Wagner (Grüne): War aktiv in politischen Bewegungen und baute einen grünen Kreisverband mit auf, während sie im Hessischen Landtag saß, ohne ihr Studium abzuschließen Joschka Fischer (ehemaliger Außenminister, Grüne): Besass als höhere Qualifikation nur einen Taxischein Claudia Roth (Grüne): Studierte zwei Semester Theaterwissenschaften, bevor sie eine andere berufliche Gelegenheit annahm Kathrin Vogler (Linke): Arbeitete nach dem Abbruch ihres Studiums als Küchenhilfe in der Studentenmensa und später als Geschäftsführerin bei der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner Die Konsequenzen mangelnder Qualifikationsnachweise Politiker treffen Entscheidungen, die das gesamte Land betreffen, einschließlich der Bereiche Bildung, Gesundheit, Wirtschaft und Sicherheit. Fehlende Qualifikationen und Fachkenntnisse können zu ineffizienten oder gar schädlichen Entscheidungen führen. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen fehlendes Fachwissen in politischen Entscheidungsgremien zu suboptimalen Lösungen geführt hat. Ein aktuelles Beispiel ist die Energiewende, deren Umsetzung häufig kritisiert wird. Vergleich zu anderen Ländern Ein Blick ins Ausland zeigt, dass andere Länder teilweise strengere Anforderungen an ihre Politiker stellen. In Frankreich müssen bestimmte Spitzenpolitiker oft die École nationale d&#8217;administration (ENA) durchlaufen, eine Kaderschmiede für die politische Elite. Auch in anderen Ländern sind politische Karrieren häufig mit einer umfangreichen Ausbildung und entsprechenden Qualifikationen verbunden. Lösungsvorschläge Um die Qualität politischer Entscheidungen zu verbessern, könnten auch in Deutschland formale Anforderungen an die Qualifikation von Politikern eingeführt werden. Denkbar wären etwa verpflichtende Weiterbildungen, Praktika in relevanten Bereichen oder spezielle Studiengänge für angehende Politiker. Auch regelmäßige Fortbildungen könnten dazu beitragen, dass Politiker stets auf dem neuesten Stand sind und ihre Entscheidungen auf fundiertem Wissen basieren. Fazit Während Deutschland hohe Anforderungen an berufliche Qualifikationen stellt, bleiben die Anforderungen an Politiker überraschend niedrig. Angesichts der weitreichenden Konsequenzen politischer Entscheidungen ist es an der Zeit, auch in der Berufspolitik höhere Standards zu setzen. Ein systematischer Ansatz zur Qualifizierung von Politikern könnte nicht nur die Qualität der Entscheidungen verbessern, sondern auch das Vertrauen der Bevölkerung in die politische Führung stärken.</p>
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		<title>Die Ampel steht auf der Bremse. Koalition bekommt die rote Karte vom Expertenrat für Klimafragen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[norbert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Aug 2023 10:09:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="https://auf-was-warten-wir.de/die-ampel-steht-auf-rot-koalition-bekommt-die-rote-karte-vom-expertenrat-fuer-klimafragen/" title="Die Ampel steht auf der Bremse. Koalition bekommt die rote Karte vom Expertenrat für Klimafragen." rel="nofollow"><img width="100" height="100" src="https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2023/08/ampel-150x150.jpg" class="webfeedsFeaturedVisual wp-post-image" alt="" style="float: left; margin-right: 5px;" link_thumbnail="1" decoding="async" srcset="https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2023/08/ampel-150x150.jpg 150w, https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2023/08/ampel-300x300.jpg 300w, https://auf-was-warten-wir.de/wp-content/uploads/2023/08/ampel-75x75.jpg 75w" sizes="(max-width: 100px) 100vw, 100px" /></a><p>Der Sachverständigenrat für Klimafragen stellt fest:Die Ampel hat mit dem Klimaschutzprogramm ein umfangreiches Programm von rund 130 Maßnahmen vorgeschlagen. Deutliche Emissionsminderungen möglich, aber immer noch große Lücke zum KSG-Ziel. Bei konsequenter Umsetzung des Programms soll die kumulierte Lücke zum KSG-Zielpfad für die Jahre 2021 bis 2030 auf rund 200 Mt CO2-Äq. reduziert werden. Damit hat das Klimaschutzprogramm einen zwar hohen, aber im Sinne des Klimaschutzgesetzes unzureichenden Minderungsanspruch. Die Bundesregierung legt nicht dar, wie die verbleibende Lücke zu den Zielen des KSP geschlossen werden soll. Die Gutachter haben von der Bundesregierung eine umfangreiche, aber insgesamt unzureichende Datengrundlage erhalten. Hans-Martin Henning: „Bei einer Reihe von Maßnahmen sehen wir die Realisierungswahrscheinlichkeit und die Abweichung der Realität von den Annahmen der Bundesregierung in den Unterlagen kritisch. Die erwartete Gesamtreduktion ist daher vermutlich zu hoch angesetzt“. Darüber hinaus bleibt das Klimaschutzprogramm auch wegen der fehlenden Abschätzung der ökonomischen, sozialen und weiteren ökologischen Folgewirkungen hinter den gesetzlichen Anforderungen zurück. Brigitte Knopf: „Wir sehen Handlungsbedarf für die Bundesregierung sowohl bei der Verbesserung der Datengrundlage für die Klimapolitik, bei der Schließung der verbleibenden Ziellücke als auch bei der Entwicklung eines Gesamtkonzepts.Gesamtkonzepts. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die von der europäischen Lastenteilung betroffenen Sektoren gelegt werden, die bisher im Rahmen der Novellierung des Klimaschutzgesetzes nicht gesondert berücksichtigt wurden.“ So fasst Barbara Metz, stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, den Bericht in einem Interview mit Phoenix zusammen:Es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept. Die Datenlage ist mangelhaft und die 130 Maßnahmen sind vage formuliert. Im Grunde ist das, was die Bundesregierung vorgelegt hat, ein Rechtsbruch der eigenen Gesetze. Noch gilt das alte Klimaschutzgesetz, nach dem die Regierung jetzt Sofortmaßnahmen in den Sektoren Verkehr und Gebäude hätte vorlegen müssen. Gerade diese beiden Sektoren können keine CO2-Einsparungen vorweisen. Sie haben ihre Ziele bereits zum dritten Mal verfehlt. Mit dem neuen Klimaschutzgesetz entfällt die sektorale Verantwortung für die CO2-Reduktion, wer soll dann die fehlenden CO2-Einsparungen von Gebäuden und Verkehr übernehmen? Auf die Frage: &#8222;Herr Habeck, Sie sagen immer, diese Regierung schließt die Klimaschutzlücke, die die alte Regierung hinterlassen hat, um 80 Prozent. Sie sagen, das muss noch ambitionierter werden. &#8222;Barbara Metz: &#8222;Lücke bleibt Lücke. Auch wenn sie vielleicht teilweise geschlossen wird, bleibt eben eine Lücke. Und wir haben uns darauf geeinigt, oder Deutschland hat sich darauf geeinigt, das 1,5 Grad Ziel einzuhalten und da ist die Lücke noch viel, viel größer als das, was Herr Habeck da rausgegeben hat. Ganz abgesehen davon, dass bestimmte Maßnahmen, die in seine Berechnungen eingeflossen sind, wie zum Beispiel ein Gebäudeenergiegesetz, das ambitioniert ist, in der Form gar nicht kommen werden. Insofern ist diese Lücke, die bleibt, größer als das, was Herr Habeck kommuniziert hat.&#8220; Statt engagiert voranzugehen, werden bereits bestehende Maßnahmen wie das GEG wieder verwässert und Frau Geywitz kassiert die ambitionierten Effizienzstandards für Neubauten wieder ein. Herr Wissing weigert sich, auch nur die geringsten Maßnahmen zur CO2-Minderung in seinem Sektor zu ergreifen. Es wird Zeit, dass der selbsternannte Klimakanzler endlich liefert.</p>
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